Donnerstag, 2. Juli 2015

ein Blick auf's Thermometer


Was war das heut ein heißer Tag ! Das Thermometer stieg auf über 38 Grad.
Freitag, Samstag und Sonntag soll es noch gewaltig in die Höhe steigen.
Ich kann es kaum glauben.
Die Blümchen im Garten und besonders die Hortensien lassen ihre Blüten & Blätter zu Boden hängen.
Teils habe ich Sonnenschirme aufgestellt damit sie wenigstens ein bisschen vor der Sonne / Hitze
geschützt wird. Gleich werden sie eine ordentliche Erfrischung bekommen damit sie den morgigen
Tag hoffentlich überstehen. Und was mache ich in der Nacht ?
An Schlaf dürfte wohl eher nicht zu denken sein.
Gegen Abend zog plötzlich starker Wind auf, aus Schäfchenwolken wurden dicke Quellwolken.
 Wie angenehm es da war. Schnell hab ich Türen und Fenster aufgerissen.
Sämtliche Vorhänge wehten verspielt durch jedes Zimmer. Die Abkühlung tat ungemein gut.
Doch der ersehnte Regen blieb aus. Vielleicht ist es auch gut so.
Denn wer weiß, wie erdrückend schwül es nach dem Regen gewesen wäre ?! 
Dadurch würde die Nacht noch unerträglicher werden.
Doch eines ist sicher : wir haben endlich den ersehnten Sommer auf den wir soooo
lang warten mussten.

Dennoch gerät man doch schnell ins Träumen und möchte an die See, ans Meer
. . . den Malediven. Man möchte das Rauschen des Meeres lauschen,
die Gischt und die Kraft des Elements Wasser spüren.

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MEERESRAUSCHEN

Hast du den Meereswellen je gelauscht?
Wie sie ihr schweres Wasser tobend heben, dann jäh,
von ihrer eigenen Gischt berauscht,
die Schwestern wirbelnd unter sich begraben,
sich dann wild schäumend an den Strand ergießen,

um endlich, ruhiger werdend, fast erhaben
den trägen nassen Sand hinab zu fließen,
bis sie sich wiederum zuletzt dem Meer ergeben...


Und auch an einem stillen Tag am Strand
hängt trotzdem in der Luft ein feines Wispern
von überall, so hell, daß du nicht sicher bist,
ist es der Tang, wenn seine feuchten Blätter knistern,
weil irgendwo doch eine leichte Brise weht,
sind es die vielen tausend Körnchen Meeressand,
die rieselnd in der Sonne trocknen, oder ist
es nur der Wellenschaum, der auf dem Sand vergeht...


Der Himmel ist hier weit und blau und klar,
und doch kann das Meer selbst noch klarer sein,
weiter und blauer, als der Himmel es je war,
als wenn der nur des Meeres Spiegel wär'.
Und in der Ferne, wo sich Dunst und Dünung mischt,
da flimmert es am Horizont im Sonnenschein,
da schimmern Möwen glänzend wie die Wellengischt
als würde selbst der Himmel gern zum Meer...


Und alles ist voll Salz und herb: der Wind,
der Sand - so frisch und neu, und doch ist jedes Korn
ein ewig altes abgeschliff'nes Stückchen Stein...
So scheint das Meer seit Anbeginn der Zeit
uralt und unvergänglich, endlos gleich zu sein.
Und doch, mit jeder Welle, jedem Tag beginnt
für dich, als wärest du der erste Mensch, erneut
das Nie-zuvor und Immer-schon von vorn...


( Andrea Seiler )



Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus,
Schnee macht fröhlich ;

im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter,
nur verschiedene Arten von gutem Wetter.
( John Ruskin )
 
 
 Werde nun in den Garten gehen und meine Blümchen tränken, damit sie den morgigen Tag
heile überstehen.
Die Hitzewelle " Annelie ", hat uns für die kommenden Tage fest im Griff.
 Für die Nacht wünsche ich uns allen abkühlende Träume von einer frischen
Meeresbrise und Meeresrauschen !

Eure Moni

Kommentare:

  1. Liebe Moni, am Meer wäre ich auch sehr gerne... Im Mai war ich ja an der Nordsee... schöön! Danke für das Gedicht.
    Ja, die Hitze... die macht einen ganz schön fertig. Auch meine Bauernhortensien lasen die Köpfe hängen... nachts erholen sie sich zwr immer, aber sie brauchen halt viel Wasser.
    Liebe Grüße
    Marita

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  2. Ja, die Armen, die in der prallen Sonne stehen.
    Gieß nur ordentlich. Deine Gedichte sind ganz wunderbar.
    Sommerliche und schattige Grüße,
    Andrea

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  3. ... diese wehende Gardine ist genial !

    Liebe Grüße - Monika

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  4. Hallo Moni, ein schöner Post, schöne Fotos, das Gedicht macht Lust auf mehr (Meer)... Aber ich muß hier bleiben, habe die gleichen Sorgen wie Du. Meine Hortensien wandern den ganzen Tag hin und her auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen. Bei den ausgepflanzten sind die Blätter verbrannt. Ich habe in meiner Not Sonnen- und Regenschirme aufgespannt und heute morgen erst mal die Spuren vom starken Gewitter der letzten Nacht beseitigt. Was ist das für ein Sommer? Liebe Grüße Edith

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  5. Liebe Moni,
    ich sehne mich ja nie so richtig nach dem Sommer, denn ich bin ein erklärter Frühlings- oder Herbstmensch, also darf ich auch "raunzen" ;o)) [Mein Mann ist der Sommertyp, deshalb urlauben wir auch so häufig in heißen Ländern ;o)) Wobei ich im URLAUB durchaus mit Hitze leben kann, besser als an Arbeitstagen jedenfalls.] Aber ich versuche mir (und auch dem Garten) den Sommer so angenehm wie möglich zu machen. Dank "Technik" ist das auch gut machbar: Im Schlafzimmer haben wir seit dem Vorjahr eine Klimaanlage. Der Garten wird morgens jeden Tag feste mit Grundwasser gegossen (mit einer Gießanlage). Hinter meinem Schreibtischsessel bläst ein Ventilator. Wenn der Strom ausfällt (wie neulich für ein paar Stunden) ist das alles jedoch um einiges komplizierter... da helfen nur feuchte. kühle Tücher, Schirme und nicht zu viel bewegen ;o))
    Das Meer liebe ich auch, und vor kurzem erst waren wir dort - allerdings diesmal in keinem heißen Land, zum Glück! :o)
    Hab noch einen schönen restlichen Sommer-Sonntag
    Alles Liebe, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/07/blaue-leichtigkeit.html

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  6. Hallo liebe Moni, wie wundervoll sind diese Bilder - fast wie ein Gemälde und dazu dieses Gedicht. Alles gefällt mir wieder einmal so gut.
    Ich hoffe, dass es für uns nicht immer nur so einen heißen und unglaublich trockenen Sommer wie an anderen Orten der Welt geben wird. Laue Abende sind wunderbar - aber Mensch und Tier leiden sehr bei solchen extremen Temperaturen - zum Glück können wir die Pflanzen giessen und selber auch die ein oder andere Erfrischung zu uns nehmen. Aber die Regentonne ist jetzt schon länger völlig leer.
    Wuff und LG
    Aiko

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