Sonntag, 20. Oktober 2019

Zwiebelleder im Herbst


  Und schon wieder prasselt der Regen an diesem Sonntag ans Fensterbrett herunter.
Dabei fing der Sonntag ruhig und entspannt an.
Ein Blick aus dem Fenster am frühen morgen, der Himmel grau, fast Windstill, kein Regen.
Kurz die Terrassentür geöffnet, die Nase gegen den Wind gehalten, eine Fingerprobe gemacht ...
ich habe beschlossen das es mir zu kalt ist.
Also beschloss ich gespornt mit Schal und dicker Jacke die erste Gassirunde mit Emma zu gehen.
Kaum draußen, bemerkte ich, dass mich mein Näschen und Finger arglistig getäuscht hatten.
Es war mild, zu mild um mit Schal und dicker Jacke zu wandern.
Also Schal flux vom Hals, die Jacke weit geöffnet .... uff, schon besser ... viiiiiel besser.
So kann man sich täuschen lassen zu dieser Jahreszeit.
Da kommen wir anscheinend ans berüchtigte Zwiebelleder tragen nicht drum herum.
Oder wir müssen schnattern oder schwitzen wenn wir ohne Zwiebelleder unterwegs sind.
Ich mag es nicht.
Ich mag es nicht, dieses doppelt und dreifach eingepackte für den Fall der Fälle.
Wohin denn auch nur teils mit dem Klamottenkram wenn es zu warm wird.
Am witzigsten ist es in Restaurants oder Cafés.
Da ist ja manchmal ein leer stehender Stuhl noch zu klein für den Zwiebellederwahn ;0))
Manchmal muss ich schmunzeln wenn ich mich an solch überladenen Stühlen vorbei quetschen muss,
um an meinem Platz zu gelangen.
Und wenn es dann noch regnet, trieft es an den Stuhlbeinen entlang zu Boden und kleine Pfützen bilden sich.
Vorsicht Rutschgefahr ;0)
Und dann kommt da noch der Kampf mit den Regenschirmen.
Draußen wird gefochten, bis alle Tropfen abgeperlt sind und er endlich beisammen liegt und ins Eck gestellt wird.
Beim rausgehen, wird er oftmals vergessen.
So ein Ding trägt man ja schließlich nicht Tagtäglich mit sich herum.
Die Suche wird groß wenn wir bemerken das er fehlt.
Da wäre ein Warnsignal an der Jacke angebracht.
Bevor wir das Café verlassen, bitte 3x Lauthals klingeln lol.
Ja so ist es, der Kampf mit Zwiebelleder und Co in den kühleren Jahreszeiten.
Eigentlich wollten wir uns heute mit Freundinnen in einem Café treffen und gemütlich klönen.
Kurzerhand haben wir uns umentschieden.
Treffen zu Hause bei einer Freundin.
Nun, da es immer noch ordentlich regnet, könnt ihr euch sicherlich vorstellen,
wie gleich in Null Komma nix ihr Hausflur ausschauen wird OMG.
Da wird mein frisch gebackener Nusskuchen mit Cranberry`s vielleicht ein wenig punkten.
Ich sag euch, so ein Regenwetterchen kann uns ordentlich in Fahrt bringen.




Ein Waldspaziergang im Nieselregen kann schon witzig sein.
Die Fotoknipse stets dabei / das passende Modell natürlich auch.
Und zum Glück bekommen wir im Wald nicht allzuviel vom Regen mit.
Das meiste fällt doch eh neben uns laaach.
Wir Menschen sind da eindeutig im Vorteil. Wir ziehen die nassen Klamotten aus und fertig.
Die Hunde sind trotz Regenmantel pitsch nass, bis auf die Haut und müssen trocken gerubbelt werden.
Bei Langhaarhunden ist es besonders ... na ihr könnt es euch sicher denken.





 Pilze findet man gerade zu Genüge im Wald. Doch ob sie ohne weiteres Genießbar sind ?
Ich wage es zu bezweifeln.
Wahrscheinlich würde ich bei meinem Talent nur die giftigen in den Korb legen.
Ob ich da einen Pilzkenner vertrauen würde ?
Ich weiß es nicht. Doch ich stelle mir dieses Hobby sehr schön vor.
Vielleicht sollte ich so eine Pilzkunde im nächsten Jahr besuchen.
Auch wenn ich ( und da bin ich mir fast sicher ) danach keine Pilze selber schneiden würde.
Da gehe ich lieber auf Nummer sicher und kaufe sie weiterhin im Geschäft des Vertrauens.






Langsam ist es an der Zeit meinen Nuss Cranberry Kuchen einzupacken und mich
auf dem Weg zu machen.
Das Rezeptchen werde ich in den nächsten Tagen auf meinem Sweet Country Kitchen Blog setzen.
Dort habe ich eine halbe Ewigkeit nichts mehr gekocht.
Oh Schande auf mein Haupt.

Ich wünsche euch einen restlichen gemütlichen Sonntag.

Eure Moni 


Donnerstag, 10. Oktober 2019

an einem verregneten stürmischen Herbstsonntag



Vergangenen Sonntag hatte es den lieben langen Tag geregnet.
Unentwegt goss und stürmte es. Halt ein typisches Herbstwetter.
Da machte es nicht wirklich große Laune hinaus zu gehen.
Selbst Emma, die gleich zur Stelle steht, wenn es heißt :
wir gehen spazieren, hatte keine Lust.
Sie tat so, als sei sie Schwerhörig oder wäre im Tiefschlaf verfallen.
So vertreibt man sich den Sonntag halt lümmelnd mit einem Buch, einem Käffchen und
chilliger Musik auf der Couch.
Zwischendurch überfiel mich der Dekowahn und dann kam mir in den Sinn,
dass ich seit ewigen Zeiten nicht mehr gebacken habe ;0))
Und so fiel mir ein Rezeptchen in die Hände, was ich einst in meinem Lieblingsbackbuch
übertragen wollte. Herrlich solch ein Schmuddelwetter, da kommt man auf die besten Ideen.
Heute ist wieder ein herrlicher Tag und das Wochenende soll Vielversprechend werden.
Kurzentschlossen hab ich heute die Terrasse ein wenig entlaubt.
Doch eh man sich versieht, verirren sich die nächsten bunten Blättchen auf Tisch, Stühle ... !




Still dem Himmelsgrunde;
sprüht der sanfte Regenstaub.
trüber Tag und trübe Stunde;
Tränen weint das rote Laub.
Vom Kastanienbaum ohne Ende,
Schweben still die welken Hände.

Trübe Herbstesregentage :

gerne wandre ich dann allein.
Was ich tief im Herzen trage,
leuchtet mir in hellem Schein.
In die grauen Nebelräume spinn ich
meine goldnen Träume.

Und so träum' ich stillem wachen,
bis der Abend niedersinkt und in all den
Regenlachen sanft und rot sein Abglanz blinkt.
In der Nähe, in den Welten :
Rosenschimmer besser Zeiten !

( Heinrich Seidel )


Bananen Nussbrot mit Cranberry`s und getrockneten Pflaumen.
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Noch warm, mit guter Butter schmeckt es besonders köstlich und ist im
Handumdrehen zubereitet ohne großen Aufwand.





Hund möchte ich sein und dann noch bei mir ... lach.
Schlafen nach Lust und Laune so lang man möchte.
Hach was wär das fein.
Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit !

Bis bald

Donnerstag, 3. Oktober 2019

die kleinen Dinge im Leben



die kleinen Dinge sind unendlich wichtig
( Arthur Conan Doyle )
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Nun ist er da ... der goldene Oktober !
Allerdings muss er sich noch stark behaupten.
Zumeist ist es grau in grau, der Regen regiert oftmals den Tag.
Ab und an kämpft sich die Sonne durch die dicke Wolkendecke
und wärmt uns für einen kurzen Moment.
Ich mag mich noch nicht daran gewöhnen, ... an die Nässe und die damit
einhergehende ungemütliche Kälte.
Die Heizung bollert, dickere Plaids hab ich aus meinem Versteck geholt und Griffbereit parat gelegt.
Gestern habe ich mich nach langer Zeit wieder mit unzähligen leckeren Teesorten eingedeckt
und das erste winterliche Gebäck ist in meinem Einkaufswagen gefallen.
Dabei habe ich mich bis vor geraumer Zeit innerlich geweigert und immer wieder aufgeregt,
dass man im Spätsommer schon Spekulatius und Co bekommen konnte.
Nun ertappe ich mich selbst dabei wie mein Griff in Richtung Vanillekipferl und Printen wandern.
Doch mal ganz ehrlich, ist es nicht etwas besonderes und magisches, sich in der
herbstlich / winterlichen
Jahreszeit mit einem Tee, Kaffee oder Schockie und einem Plätzchen zu verwöhnen ?
Eine kleine Auszeit, die der Seele ungemein gut tun.
Mein Kaffeegedeck steht heute auf einem herbstlichen bunten Blättchen während ich hier
meine neue Post für euch verfasse.
Die Zeit der Räucherstäbchen hat somit auch erneut begonnen.
In den Sommermonaten wird es ab und an mal fruchtig Zitronig, Orangig ... eben sommerlich leicht.
In den Herbst / Wintermonaten Sandelholz, Salbei,Weihrauch, Opium, Amber,
Amber Moon ... die holzigen Düfte.

Oftmals sind es einfach nur die kleinen Dinge im Leben die das Leben Lebenswert machen.



HERBST

Raschelndes Laub untern meinen Füßen,
würziger Weihrauch .
Natur im Abschied begriffen,
leuchtet in letzten herbstlichen Farben

( Susanne Liebelt )


Nicht nur wir verstehen es, es uns gemütlich zu machen uns zu entspannen.
Unsere Vierbeinigen Freunde machen es uns vor ;0).
Emmas liebste Beschäftigung nach einem ausgiebigen Waldspaziergang.
Während ich nach dem Spaziergang durch die Wohnung von A nach B hechte um unbedingt
dass eine oder andere zu erledigen ( denn es kann ja auf gar keinen Fall warten ... ),
schlummert sie entspannt tief und fest vor sich hin.
Manchmal wäre ich auch gern Prinzessen auf der Erbse ;0))
Wenn ich mich dann neben sie setze, sie leicht kraule, merke ich, wie ich endschleunige
und wie Tiefenentspannt ich nach kürzester Zeit werde.
Ein Tier, ... ein Leben im jetzt und hier, im sein ohne Hast und ohne sinnlose Gedanken.






Die Sonnenkraft läßt nach, die dicken Wolken ziehen auf, zeigen,
das die nächste Regenschauer im Anmarsch ist.
Dabei wollten wir in einem nahe gelegenen Örtchen zum Herbstfest schlendern.
So werden wir gestiefelt und gespornt vorsichtshalber mit dem Wagen fahren um nicht
eventuell völlig durchnässt dort zu bummeln.
Auf gehts.
Und was macht ihr denn heute so ?


Ich wünsche euch einen schönen Oktobertag !

Samstag, 28. September 2019

eine Obstwiese auf einem verlassenen Hof



Wie ich festgestellt habe, sind doch die ungeplanten Aktionen zumeist die Besten.
Ohne ein festes Ziel sind wir los, quer Feldern und plötzlich war da dieser
geheimnisvolle Seitenweg.
Kaum Sichtbar war er, zwischen Hecken und Sträucher gut eingebettet.
Und ehe wir uns versahen, standen wir inmitten eines Paradieses.
Zunächst eine große Wiese mit riesigen Bäumen und je weiter wir hinein gingen,
desto uriger wurde es.
Dann standen wir mitten auf einer Streuobstwiese.
Je tiefer wir gingen, desto dichter wurde alles und dann standen wir plötzlich mitten auf einem
alten verlassenen, teils verfallenen Bauernhof.
Mein Herz ging bei diesem Anblick gleich auf und meine Neugierde wurde maßlos geweckt.
Plötzlich war er da, ... mein Tagtraum als Besitzerin dieses Hofes.
Völlig abgelegen lag er da, nichts und niemand war zu sehen, absolute Stille um uns herum.
Ein Jammer, die vielen Obstsorten von Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, alles lag größtenteils
verfault auf der Wiese.
Einen Korb hatte ich natürlich nicht dabei.
Wer denkt denn, das man gleich solch ein herrliches Wunder erleben darf.
Zudem, ... darf man das überhaupt ?!
Sich einfach bedienen, auch wenn wie in diesem Fall, der Hof völlig verlassen scheint ?!
Den einen oder anderen Apfel, Birne hätte ich bestimmt noch retten können.











Spätherbst

Schon mischt sich Rot in der Blätter grün,
Reseden und Astern im Verblühn.
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht.
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch die Sonne glüht -
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt !
Banne die Sorge, genieße, was kommt,
eh Stille Schnee und Winter kommt.

( Theodor Fontane )









Selbst dieser alte morsche Baum trug einige Äpfel.
Vor Jahren wurden wohl neue Bäume gepflanzt.
Zumindest schaut es so aus.
Was würde ich darum geben, solch einen Hof als mein Eigen nennen zu dürfen.
Ich würde ihn weiterhin als Obsthof weiterführen und ihn mit Nutztieren wie Gänse, Enten,
Schafe, Ziegen und Eseln betreiben.
Dann wäre da noch mein Träumchen vom Hofladen und dem Verkauf von Eier von freilaufenden
Hühnern und Gänsen.
Käseherstellung, Obst, Säfte, ein kleines Landcafe, ... hach mir kommt so vieles in den Sinn.
Ein nicht gelebter Traum. Träumen darf man bekanntlich ;0)





Unscheinbare Wege verbergen oftmals große Schätze !






Ein spannender Nachmittag geht zu Ende und meine " Hofhunde "
Emma und Louis haben ihren Dienst beendet ;0))



Kommt gut ins letzte September Wochenende !
Hier soll es zumeist regnen.
Aber auch für diesen fall findet sich eine Sinnvolle Beschäftigung.