Dienstag, 27. Januar 2015

Samtpfotenbesuch


An eine Katze
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Mein edler Freund, ich bitte sehr:
Komm doch her, sitz neben mir und schau mich dann
mit Deinen lieben Augen an, mit Augen voller Glanz und Gold;
 
Dein Blick, so ist er treu und hold.
Dein wundervolles weiches Fell, schwarz und hell,
so seidig, üppig, voller Pracht, wie Wolkenhimmel in der Nacht,
belohnt die Hand, die dich liebkost, mit freundlicherem Glück
und Trost.

Die Hunde freunden gerne sich an mit jedermann.
Doch du, von lauterer Natur, liebst deine wahren Freunde nur,
berührst mit deiner Pfote mich - ja, Lieber, ich verstehe dich.

Was geht wohl vor in deinem Geist - ach, wer weiß?
Wenig nur ist uns bekannt.
Trotz unsrem Freundschaftsband.
Vielleicht ist's dem Menschen nur vergönnt,
das er das Leben besser kennt.
 Algernon Charles Swinburne
1837-1909



K A T E R
 

 Diese beiden wundervollen, samtigen schnurrenden Wesen waren vor einigen Wochen bei mir zu Besuch.
Genau genommen war es ein junger Kater mit seinem Schwesterchen.
Putzmunter trollten sie von Zimmer zu Zimmer umher und erkundeten alles, was nicht Standfest war.
In allem, wo sie auch nur gerade eben ihren Kopf hindurch stecken konnten, waren sie natürlich drin verschwunden.
Es war so wundervoll sie zu beobachten wenn sie ihre Purzelbäume schlugen, oder versuchten, an einem Stuhl hochzuklettern
und wieder herunter plumpsten.
Und so eifrig und Putzmunter sie waren, so Schlagartig wurden sie auch müde und schlummerten eingerollt,
eingekuschelt auf dem Gästebett oder auf dem Schoss.
Erinnerungen stiegen in mir auf und Bilder spielten sich vor meinen Augen ab, zu der Zeit, als ich noch meinen Perserkater hatte.
Mit ihm konnte ich an der Leine spazieren gehen und er war so unglaublich anhänglich.
Seine wilden " 5 Minuten " die er täglich mehrmals bekam.
Sein frisch gekochtes und heißgeliebtes Lammfilet was er mehrmals in der Woche bekam.
Es waren viele unvergessene schöne Stunden.
Fast 20 Jahre !!! begleitete er mich in meinem Leben und Alltagsgeschehen.
Auf meinem Schoss ist er friedlich eingeschlummert und ist hinüber über die Regenbogenbrücke gegangen.
Mir wird immer noch schwer ums Herz wenn ich an ihn denke.
Einige Fotos hab ich aufgestellt und eine hübsch verzierter Schuhkarton mit seinen Lieblingssachen erinnern noch an ihm.
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Ich habe es damals einfach nicht über's Herz gebracht mir einen neuen Kater zuzulegen.
Lange Zeit war ich ohne ein Haustier und die Frage kam nie mehr auf, das ich nochmals ein Kätzchen haben wollte.
Die Erinnerungen schmerzten noch viele Jahre zu sehr.

Nun haben wir 3 wundervolle Hunde die unser Leben bereichern.
Und auch da heißt es irgendwann " Abschied nehmen ".
Obwohl sie noch so jung sind, kommen mir des öfteren diese trüben Gedanken in den Sinn.

Freud und Leid liegen stets nah beieinander und nichts ist unendlich und für die Ewigkeit.
Doch für die Ewigkeit, ... bis zu " unserem Tod " erwecken wir stets in unseren Gedanken, Erinnerungen und Träumen.

Eigentlich wollte ich garnicht so Tiefgründig gehen und es sollten leichte freudige Worte sein zu dieser Post.
Entschuldigt, das ich so zart beseitet war. Doch das Thema Trauer und Abschied sind 2 Facetten in meinem Leben,
an denen ich manchesmal verzweifel und mir selbst das Leben schwer mache.
Es ist leicht gesagt, du musst nach vorne blicken und was gewesen, ist gewesen.
Ein bisschen weniger Sensibilität würde ich mir für mein weiteres Leben wünschen.
Da würde sich garantiert so manches fest verschlossene Tor leichter öffnen lassen.
Jedoch denke ich, das es vielen unter uns so ergeht, wenn wir in einer stillen Minute  die Erinnerungen / Gedanken
zum Leben erwecken.
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 Aber nun zurück zu meinem Zuckersüßen Samtpfotenbesuch.
Die Stunden vergingen wie im Fluge und natürlcih konnte ich es mir nicht nehmen lassen, die schnurrenden kleinen Lebewesen
vor meiner Linse posieren zu lassen.
Ich sag euch, garnicht so leicht bei den flinken Katzenjungen.
Sie sind aus einer spez. Züchtung aus Orientalischer Katze und Siamkatze ( Nacktkatzen ).
Super verspielt bis ins hohe Alter, kommen ständig wollen gekuschelt werden, was normalerweise für Katzen mehr untypisch ist.
Sie springen auf dem Schoß, drehen sich ein und schlafen oder kriechen sogar unter dem Pulli.
Sogar hören sie auf ihren Namen wenn man sie ruft und eilen herbei. Man könnte ( lach ) wirklich schon von kleinen lästigen Plagegeistern sprechen, so anhänglich wie sie sind.
Die Mädchen verlieren nach der ersten Hitze ihr Fell.
Haben allerdings noch einen ganz leichten Flaum.
Aber dennoch sind sie hübsch und ansehnlich. Ihre nackte Haut ist Samtweich.
Für mich war es, als ich den Begriff Nacktkatze hörte, wirklcih ein graus. Doch als ich sie zum ersten Mal im Körbchen maunzen
hörte, und sie dann auch noch heraus kamen, war es um mich geschehen.
Ich würde mich riesig freuen, wenn ich sie noch einmal sehen dürfte, bevor sie vermittelt werden.
Das Käterchen hatte es mir sehr angetan.
Zuerst wollte er nichts von mir wissen und versteckte sich nur ( klar, sie waren in fremden Hoheitsgebiet gelandet.
Nach der Aufwärmphase ;0) waren wir unzertrennlich und ein dolles Team.

 K Ä T Z I N


Einen solch ellen langen Roman wollte ich euch garnicht hinterlassen.
Seit bitte gnädig mit mir .
 
Wünsche euch eine tolle letzte Januarwoche.
Tatsächlich, die letzten Tage vom Januar sind angebrochen.
 
Eure Moni
 

Kommentare:

  1. Liebe Moni,
    wunderschöne Fotos hast du von den beiden Samtpfötchen gemacht. Wer auf solch feinen, spitzenbesetzten Paradekissen herumtollen darf, ist bei einer ganz lieben Katzenfreundin zu Besuch. Deine Worte zu deinem Perserkater kann ich nur zu gut verstehen. Auch wir mussten im letzten Jahr unsere Katze einschläfern lassen. Das ist/ war schlimm ...... und beschäftigt mich auch noch.
    Ich wünsche dir einen schönen Abend
    Ganz viele liebe Grüße
    Tina

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  2. Amazing photos of those creatures...Your words are so tender...

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  3. Liebe Moni,
    dein Post berührt mich sehr -
    auch ich bin viel zu tiefgründig - zu sensibel und wünsche mir immer wieder, es nicht zu sein - aber... man ist wie man ist -
    und das ist sicher gut so - Menschen wie wir leiden wohl intensiver aber erleben auch die Glücksgefühle stärker -
    meine erste Katze und ich... das war einmalig - es war stimmig - wir konnten miteinander reden ohne Worte - wie sagt man? Die Chemie hat
    gestimmt - ich war 1/2 Jahr wie krank, als sie überfahren worden war - und auch heute noch nach über 10 Jahren tut es noch weh - so wie bei dir -
    aber die schönen Erinnerungen bleiben -
    mit den beiden "neuen" Katzen, die mein Sohn Jahre später aus dem Tierheim brachte, ist es nie so geworden -
    nun gibt es bei uns auch wie bei dir Hunde - auch sie gehören meinem Sohn - aber ich liebe sie - das Leben mit ihnen ist anders aber schön -
    ich genieße es, ihnen zuzusehen, wenn sie im Garten tollen, Spaß haben -
    alles verändert sich - zurück bleiben die Erinnerungen -

    wunderschön sind deine Fotos von den beiden Hübschen - herrlich die Zeichnungen in den Gesichtchen -

    hab einen schönen Abend -

    liebe Grüße - Ruth

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  4. Liebe Moni,
    schön, dass du das Posting so lang gehalten hast :-) es war sehr aufschlussreich und spannend und so voller Gefühl.
    Diese nackten Samtpfoten sind wunderschöne Wesen - und haben Geheimnisse, so groß wie ihre Ohren - ganz bestimmt!

    Liebe Grüße - Monika

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  5. Liebe Moni,
    ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin auch viel zu sensibel. Und wenn jemand sagt das die Zeit alle Wunden heilt, dann brauche ich wohl eine sehr lange Zeit. Auch trübe Gedanken kommen mir häufig. Lotte wird dieses Jahr schon neun Jahre. Trotzdem hoffe ich natürlich das wir noch ein paar gemeinsame Jährchen haben.
    Dein Samtpfotenbesuch sieht so niedlich aus. Wunderschön die blauen Augen. So ein Kätzchen würde sich bei dir bestimmt sehr wohl fühlen.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  6. Hallo Moni,
    zwei sehr edle Katzen sind das.
    Ja, es ist immer schlimm, wenn ein Tier gehen muss, aber ich tröste mich immer damit, dass das Tier ein wunderschönes Leben hatte.
    Übrigens ich habe auch dei Hunde:)
    Liebe Grüße,
    Christine

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  7. Liebe Moni,
    Ich sitze hier und bin hin und weg. So was Süßes!
    Ach wie gern hätte ich die kleinen. Doch erst muss ich mein eigenes Leben in Ordnung bringen bevor ich an ein Haustier oder mehrere denken kann.
    Du hast so hübsch geschrieben Moni, mit deinen Worten hast du meine Seele berührt.
    Ich kann dich nur zu gut verstehen, so eine Sentimentalität kann manchmal eine Behinderung sein, um durch das Leben zu gehen.
    Ich bedanke mich ganz herzlich für diesen tollen Beitrag!
    Sei ganz lieb gegrüßt!
    Ella

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