Sonntag, 22. Oktober 2017

vom Herbstlaub zugedeckt




Nun wirbeln die herbstlichen stürmischen Tage das Laub immer schneller zu Boden.
Mehrfach am Tage könnt ich die Terrasse vom Laub befreien.
Ja, ich könnte es ... aaaaber mir gefällt es, wenn das bunte welk werdende Laub auf die dunkeln
Holzpaneelen fällt. Der Wind wirbelt sie spielend auf und die Blättchen fallen überall hernieder.

Es ist, als seien kleine Herbstkobolde ... 


daran beteiligt und machten sich einen Spaß daraus mit den Blättchen umher zu fliegen
und zu tanzen.


Seit geraumer Zeit habe ich täglich 5 Kohlmeisen zu Besuch und anscheinend gefällt ihnen meine
kleine Oase. Sie hüpfen auf Tisch, Stuhl und Bank herum und beobachten mich ein Weilchen.
Bin verwundert, das sie so zutraulich sind, zeigen kaum Scheu, sind sehr Aufmerksam und Neugierig.
Die Tage sind gezählt an denen die Bäume karg, knochig und mystisch wirken werden.
Heute mag sich kein wärmender Sonnenstrahl durch die Wolkendecke zwängen.
Der Wind ist ungemütlich und Rau geworden.
Der Regen läßt das Laub nochmals kräftig in seinen herrlichen satten erdigen Tönen erleuchten.






Meine Terrasse ist lange nicht so, wie ich sie gerne gestalten würde.
Gut, ich wohne gerade einmal knappe 10 Monate in dieser Wohnung, da ist nicht gleich
alles so Perfekt wie man ( also ich ) es gern hätt.
Manchmal tue ich mich schwer, überlege zu lange, zu viel.
Was ist Sinnvoll und was nicht.
Und im Winter will ich auch nicht auf eine triste, oede abgestorbene Terrasse schauen.
Grün sein und mit Sedum und diversen anderen Pflänzchen wäre es machbar aber mit der Gestaltung
hardere ich. Es gestaltet sich schwierig, ein gesundes Mittelmaas von allem zu bekommen.
Besonders, da ich solch ein Gartenfreak bin und bisweilen einen großen Garten zu pflegen hatte.
Ihr werdet es mir nicht glauben, eins habe ich manchesmal innerlich geflucht, wenn ich
Schubkarrenweise das Laub im Garten und Hof beisammen kehren musste.
Heute, wäre ich froh darüber.
Dieser erdige Geruch von massenhaften zusammengekehrten Laub das fehlt mir.
Trotz allem, es war doch stets ein besonderes Ritual, auch, wenn ich so manchmal entkräftet
und totmüde danach war.
 




Im Herbst 
Wie mit Flor bezogen ist der Himmel,
Graue Nebel sinken feucht und schwer,
Und der Raben hungriges Gewimmel
Zieht auf Stoppelfeldern hin und her.

Blätter rauschen auf den öden Wegen,
Die ich froh und glücklich einst betrat;
Rauhe Lüfte hauchen mir entgegen,
Und durchschaueren die Wintersaat.

Ringsumher ist jede Spur verschwunden
Von des Sommers Lieblichkeit und Lust.
Nur in tiefen, unheilbaren Wunden
Regt sich noch sein Bild in meiner Brust.

Nur die Hoffnung hebt durch frische Farben
Die verblichne, freudenleere Welt;
Sammelt auch auf öden Fluren Garben,
Die sie in der Zukunft Felder stellt.

Und der Schwermut schauerliche Nächte
Hellt uns oft ihr goldner Himmelsschein;
Freundlich führt uns ihre milde Rechte
In das Reich der Fantasieen ein.

Tön' auch mir mit Deinem Schmeichelworte,
Hoffnung, Frieden in das bange Herz;
Kränze windend um der Zukunft Pforte,
Deute Du der Sehnsucht ihren Schmerz.

Und wenn einst der Sommer wiederkehret,
Lass in seinem frischbelebten Grün
Jede Freude, die mein Herz entbehret,
Mir im Glück des Wiedersehens blühn.



Die ersten winterlichen Kleidungsstücke sind in den Kleiderschrank gewandert.
Jetzt schnapp ich mir Pulli, Mütze, Stiefel, Parka und werde
eine Gassirunde bei Wind und Regen starten freu.


Ich grüß euch herzlichst,
eure Moni

 


Kommentare:

  1. Liebe Moni,
    heute ist es grau. Da erfreuen die bunten Blätter, die noch an den Bäumen sind.
    Das Gedicht - umrahmt mit wundervollen Fotos - gefällt mir ausnehmend gut.
    Lass dir Zeit, es muss nicht immer alles perfekt sein. Die Terrasse wird schon noch.
    Du hast so tolle Ideen.
    Einen schönen Restsonntag wünscht dir
    Irmi

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  2. Herrliche Herbstimpressionen toll fotografiert, liebe Moni! Sag mal, ist das Foto mit dem Herbstkobold von einem Bild abfotografiert oder hast Du diese 'Puppe' bei Dir in Szene gesetzt und das Foto gemacht? Ich kann es so nicht feststellen...
    Einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.
    Liebe Grüße
    Edith

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  3. Liebe Moni
    Wunderschön - danke für diesen herrlichen Herbstpost.
    Liebe Grüsse Yvonne

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  4. Hallo Moni, bei uns ist es auch grau geworden, und ab und zu regnet es ganz ordentlich. Da kann man ohne schlechtes Gewissen auch mal drinnen hocken. Mir ist schon gar nicht mehr nach Garten, ich glaube, ich lasse das dort jetzt einfach mal so wie es ist. Gut, es ist alles etwas unordentlich, weil ich nicht mehr dazu gekommen bin, Kräutlein zu zupfen und diese oder jende Staude zurück zu schneiden. Aber ich denke, über den Winter kommt niemand in meinen Garten und tut das für mich, so dass alles auch im Frühjahr noch auf mich warten wird, wenn ich wieder in Stimmung bin! Dein Kobold gefällt mir!
    Grüßles
    Ursel

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  5. Liebe Moni,
    bei uns hat sich die Sonne auch versteckt und der Wind wirbelt alle Blätter von den Bäumen. Nur die Terrasse und den Hof kehre ich. Das Gärtchen darf zugedeckt bleiben. Schön herbstlich hast du es auf deiner Terrasse. Wäre doch gar nicht gut wenn alles perfekt wäre. Frau hat doch immer was zu verändern ;-)
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  6. Was ist das für ein wunderbares Gedicht...noch nie gelesen...
    Danke dafür..
    LG Smilla

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